MontagsMoment | 12.10.2026
Liebe CVJM-Community,
543 Fotos in der Galerie, 50 neue Nachrichten, 86 Tabs offen. Unzählige Serien, Songs, Möglichkeiten und Meinungen. Und selbst beim Online-Shopping gibt es nicht einfach einen Pulli – sondern diesen in 37 verschiedenen Ausführungen.
Wir leben in einer Welt, in der wir ständig mehr haben können. Mehr Auswahl. Mehr Erlebnisse. Mehr Bilder. Mehr von allem. – Aber mehr bedeutet nicht automatisch besser. Manchmal macht die Masse sogar etwas kaputt: Unsere Aufmerksamkeit. Unsere Ruhe. Unsere Fähigkeit, wirklich zu genießen. Wir sehen so viel, dass wir kaum noch hinschauen. Wir haben so viele Möglichkeiten, dass wir uns kaum noch entscheiden können.
Vergangenen Samstag war der Welttag der psychischen Gesundheit. Er erinnert daran, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten – auch darauf, was uns guttut, was uns belastet und wann einfach alles zu viel wird. Denn unsere Seele braucht genauso wie unser Körper Zeiten zum Aufatmen, zur Ruhe und zum Auftanken.
Du musst nicht alles mitnehmen. Nicht jede Möglichkeit nutzen. Nicht jedes Bild speichern. Nicht überall dabei sein. Nicht alles wissen. Und du musst auch nicht aus deinem Leben das Maximum herausholen.
Vielleicht darfst du manchmal einfach auswählen, was wirklich zählt.
Zeit mit Gott. Menschen, die dir guttun. Ein Gespräch, bei dem du wirklich zuhörst. Ein Moment, in dem du nichts festhalten musst.
Du bist nicht dafür geschaffen, alles zu erleben. Du bist dafür geschaffen, mit Gott zu leben.
Und vielleicht steckt genau darin auch eine Einladung für unsere psychische Gesundheit: nicht immer noch mehr in unser Leben hineinzupacken, sondern bewusst Raum zu schaffen für das, was uns trägt.
„Du bist wegen so vielem in Sorge und Unruhe, aber notwendig ist nur eines.“ – Lukas 10,41–42
Jesus spricht diese Worte zu Martha, die mit vielen Dingen beschäftigt ist. Seine Worte sind keine Aufforderung, alles stehen und liegen zu lassen. Aber sie erinnern daran, dass nicht alles gleich wichtig ist.
Und manchmal beginnt genau das mit einem einfachen Schritt: weniger – damit wieder Raum für das Wesentliche entsteht.
Einen entspannten Wochenstart dir
Carolin
Deine Challenge: Mach heute bewusst Platz für das Wesentliche. Lösche 10 Fotos, die du nicht mehr brauchst. Lege dein Handy für 30 Minuten weg. Verzichte auf eine Sache, die du sonst automatisch konsumierst. Und nutze die gewonnene Zeit für etwas, das dir wirklich guttut – vielleicht für ein Gebet, einen Spaziergang oder ein ehrliches Gespräch.
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